Der wahre Preis der eigenen vier Wände: Diese Zusatzkosten sollten Käufer kennen
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Viele Immobilienkäufer richten ihren Blick vor allem auf den Kaufpreis – und erleben später ein böses Erwachen. Denn Notarhonorar, Grunderwerbsteuer und weitere Posten kommen fast immer obendrauf. Diese sogenannten Kaufnebenkosten summieren sich schnell auf einen fünfstelligen Betrag und sollten von Anfang an in die Finanzplanung einbezogen werden.
Verborgene Ausgaben beim Immobilienkauf: Was Sie beachten sollten
Der Kauf einer Immobilie ist oft mit mehr Kosten verbunden als nur dem vereinbarten Preis. Viele zusätzliche Ausgaben entstehen durch gesetzliche und marktübliche Nebenkosten. „Ein wesentlicher Teil davon ist die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfällt“, erklärt Bernd Lehmann, Geschäftsführer von REGIOGRUND Immobilien. Auch Notar- und Grundbuchkosten sind unvermeidlich, da sie den Eigentumswechsel erst rechtlich absichern. Diese beiden Posten machen in der Regel etwa zwei Prozent des Kaufpreises aus.
Wird ein Makler beauftragt, kommt eine Provision hinzu. „Seit der neuen Regelung teilen sich Käufer und Verkäufer diese Kosten meist, doch die Maklergebühr bleibt ein wichtiger Faktor, den man nicht übersehen sollte“, so Lehmann weiter.
Vorausschauend planen: So decken Sie die Nebenkosten
Banken sind in der Regel zurückhaltend, wenn es um die Finanzierung von Nebenkosten geht. „Deshalb ist es umso wichtiger, über ausreichend Eigenkapital zu verfügen“, betont Lehmann. Experten raten, die Nebenkosten aus eigenen Mitteln zu begleichen und zusätzlich Eigenkapital für den eigentlichen Kaufpreis vorzuhalten.
„Wer die Nebenkosten aus dem laufenden Einkommen bestreitet, kann leicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten“, warnt Lehmann, „vor allem in der kritischen Phase des Immobilienkaufs.“ Eine solide Eigenkapitalbasis verbessert die Darlehenskonditionen und reduziert langfristig die Zinsbelastung.
Unvorhergesehenes einkalkulieren: Der finanzielle Puffer
Neben den offensichtlichen Nebenkosten sollten Käufer auch unvorhergesehene Ausgaben berücksichtigen. „Dazu gehören Gebühren für Gutachten, Umzugskosten oder erste Renovierungsarbeiten“, erläutert Lehmann. Gerade bei älteren Immobilien zeigt sich oft nach dem Kauf zusätzlicher Investitionsbedarf.
Ein finanzieller Puffer schützt vor unerwarteten Ausgaben und ermöglicht es, notwendige Maßnahmen sofort umzusetzen. „Wer von Anfang an großzügig plant, behält auch in überraschenden Situationen die Kontrolle über seine Finanzen“, rät Lehmann.
Haben Sie Fragen zu den Nebenkosten beim Immobilienkauf? Wir beraten Sie gerne persönlich und helfen Ihnen, Ihr Budget realistisch zu kalkulieren. Kontaktieren Sie uns, um finanziell abgesichert in den Kauf zu gehen.
Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora
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